Wer bestimmt die Richtung, wer darf ans Steuer?
Schöpferisch - auch mit Angst
Wir sind unseren Ängsten nicht hilflos ausgeliefert. Zwar haben haben wir nicht die Möglichkeit, Ängste einfach aus unserem Leben zu verbannen - auch wenn wir uns das oft wünschen würden. Jedoch können wählen, unser Leben auch im Angesicht von Angst schöpferisch zu gestalten, Kreativität leben UND in Richtung der eigenen Werte handeln.
So lange wir dagegen kämpfen, dass Angst auf unserem Lebensweg begleitet, oder so langen wir unserer Angst erlauben, sich hinter das Steuer zu setzen und die Route unseres Lebens zu bestimmen, so lange geben wir Angst die Macht zu bestimmen. Wenn wir jedoch unseren Aufgabe annehmen und fokussiert bleiben beim Lenken - dann können wir der Angst erlauben Platz zu nehmen und mit auf den Roadtrip unseres Lebens zu gehen.
Dies zeigt auf kreative Art der Animationsfilm zu Elizabeth Gilberts Buch "Big Magic".
In diesem Sinne: lasst uns also unseren Ängsten das Stimmrecht entziehen und Ihnen zurufen:
"Du darfst die Landkarten nicht anfassen! Du darfst keine Umwege vorschlagen, Du darfst nicht an der Heizung herumfummeln, Du darfst nicht mal das Radioprogramm einstellen. Aber vor allem, mein altbekannter Freund: Dir ist absolut verboten, Dich ans Steuer zu setzen!"
Diese Fertigkeiten im Umgang mit Angst lassen sich trainieren. ACT (Akzeptanz- und Commitmenttherapie) gibt dazu Werkzeuge an die Hand.
Bewusstheits-übung
Weiterführende LINKS:
Eine kreative Anregung

1.) Nimm Papier, Stifte, Collagenmaterial (Zeitungen, Fotos, Symbole), Kleber und gestalte Dein persönliches "Lebensfahrzeug" oder bewegliches
"Lebensmobil" (Flugzeug, Auto, Rakete, Fahrrad oder ein völlig fantastisches Gefährt).
In diesem Gefährt zeigt sich Deine Kreativität, Deine Persönlichkeit, Deine Wünsche.
2.) Nun gestalte die Angst als Figur oder Form, die irgendwo im Gefährt Platz findet. Wichtig:
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Die Angst darf sichtbar sein.
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Sie darf mitfahren.
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Aber sie sitzt nicht am Steuer.
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was ist mir wichtig?
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Wofür möchte ich mein Leben ausrichten, auch wenn Angst anwesend ist?
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Welche Richtung fühlt sich bedeutungsvoll an?
Besinnungsfragen nach Kreativem Prozess:
1.) Was spricht Dich an Deiner Darstellung Deines Lebensgefährtes an? Wie zeigt sich in dem Gefährt Deine Persönlichkeit, Deine Wünsche? Was vermisst Du an Deiner Darstellung?
2.) Wie sieht Deine Angst aus, während Du sie kreativ darstellst? Und jetzt, nachdem Du Sie kreativ dargestellt hast?
3.) Was verändert sich, wenn Du die Angst in Dein Lebensgefährt einlädst und ihr Platz gibst, UND sie dennoch nicht ans Steuer lässt?
4.) Was bedeuten die drei wertvollen Worte für Dich persönlich, welche die Richtung Deines Lebensgefährts bestimmen sollen – warum gerade diese?
5.) Wie fühlt es sich an, Deine Lebensroute mit Sehnsuchtsorte zu markieren? Was wird in Deinem Leben kleiner, wenn die Angst die Planung der Route übernimmt?
6.) Mit welcher Mini-Handlung kannst Du heute beginnen, Dich ein kleines Stück entlang der Sehnsuchts-Route zu bewegen?
Kreativität aus ACT-Perspektive
In der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) wird Kreativität als Bestandteil psychologischer Flexibilität verstanden.
Damit ist gemeint: auch im Angesicht von Angst schöpferisch in Richtung der eignen Werte zu handeln.
Angst wird oft durch Vermeidung und starre Denkmuster befeuert.
Dieses Schutzverhalten blockiert den natürlichen Fluss des Lebens.
Wenn wir uns gegenüber unangenehmen Gefühlen öffnen, schaffen wir gleichzeitig Raum dafür, kreative Wege zu sehen.
Und den Mut diese, auch mit Angst zu beschreiten. Psychologische Flexibilität fördert Offenheit für neue Perspektiven.
Diese Perspektiven machen Angst nicht weg, sondern betten sie sanft ein, damit wir öfter so handeln, wie es uns selbst wichtig ist.

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